Kampagne für selbstbestimmte Räume gestartet

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Kampagne für mehr selbstbestimmte Räume

Aufgrund der akuten aber auch latenten (Räumungs-)Bedrohung selbstverwalteter Zentren für Kultur- und Politik im Südwesten möchten wir eine Vernetzung aus verschiedenen Räumen und Initiativen vorantreiben. In den nächsten Monaten wollen wir, Aktivist_innen aus autonomen Jugendzentren, Wagenplätzen, linken Kollektiven und besetzten Häusern in Rhein-Main und Baden-Württemberg, eine größere Öffentlichkeit gegen die diversen Bedrohungen schaffen und die Notwendigkeit unserer Räume vermitteln. Mit dem Ziel unsere Räume zu verteidigen und auszubauen, wollen wir mit Infoveranstaltungen, Kunstaktionen und Demonstrationen in verschiedenen Städten und Dörfern aktiv werden.

Immer der selbe Stress?

Wichtig bei der Zusammenführung unserer Kämpfe scheint uns, dass es zahlreiche Parallelen zwischen linken Räumen an vielen Orten gibt. Zum einen sind politische Gegner_innen oftmals dieselben. Zum anderen gibt es zahlreiche Überschneidungen was die Aktivitäten in den Projekten und den Anspruch der Förderung nicht-kommerzieller Kultur betrifft.

Linke Strukturen bieten überall, und besonders im ländlichen Raum, die Möglichkeit antifaschistische Arbeit zu organisieren und Schutz gegen Nazis aufzubauen. Außerdem haben wir den grundsätzlichen Anspruch, in diesen Räumen und über diese hinaus Sexismus, Rassismus und jegliche Art der Diskriminierung offen zulegen und zu bekämpfen.

Unsere Häuser und Plätze sind jedoch auch von großer Heterogenität und voller Widersprüche.Die (Entstehungs-) Geschichte der Projekte spielt dabei eine große Rolle, ebenso wie die Dynamik der Diskurse und die Kommunikationsformen. Die Form der Infrastruktur, die Verankerung, die geographische Lage und die lokal-politischen Gegebenheiten bedingen die Definition unserer sogenannten „Freiräume“.

Doch auch bei unterschiedlichen Herausforderungen, unterschiedlichen Ansprüchen und unterschiedlicher Umsetzung dieser Ansprüche sehen wir Solidarität als unsere beste Waffe. Wir verstehen unsere Räume als Chance zum Aufbau gesellschaftlicher Veränderung. Wir wollen gemeinsam für den Ausbau und die Verteidigung solcher Räume aktiv werden, denn nur ein überregionaler, solidarischer Zusammenhalt kann uns in die Offensive bringen.

Bedrohungen, die uns betreffen, können sehr unterschiedlich gelagert sein. Bei der gemeinsamen Motivation einander in den Kämpfen zu unterstützen, müssen wir also gut überlegen, was in den jeweiligen Städten politisch sinnvoll und bedürfnisorientiert ist. Sinnvoll ist jedenfalls ein Austausch wichtiger Informationen und der Aufbau effektiver Kommunikation.

Ob ein selbstverwaltetes Jugendzentrum in Hintertupfingen gerade mit der Gema kämpft, irgendwelchen Politiker_innen eingefallen ist, dass Wagenburgen doch bestimmt eine Gaststättenkonzession brauchen könnten, oder mal wieder die Hundertschaften der Polizei ein besetztes Haus in der City räumen sollen, reden wir hier über Räume, die wir lieben und mit denen wir mehr Freiheit verbinden. Daher sehen wir es auch als unausweichlich unsere Genoss_innen in Reutlingen, in Köln, in Basel, in Schopfheim und überall zu unterstützen.

Plätze und Häuser die Alles anders wollen

Ziel unserer Räume ist es unkommerzielle Kultur und emanzipatorische Politik zu ermöglichen. In ihnen wollen wir versuchen weitestgehend ein selbstbestimmtes Leben zu gestalten und uns aus den Unterdrückungsmechanismen, die unseren Alltag bestimmen, ein Stück weit zu lösen. Sie bieten Raum zum Streiten, Informieren, Organisieren, Treffen und Feiern. Das System um uns herum überzeugt uns kein Stück, daher müssen wir Schritt für Schritt die Alternative aufbauen.
Wir wollen Autonome Zentren erkämpfen und verteidigen und kämpfen für eine Perspektive jenseits der alltäglichen Ausbeutung und Unterdrückung.

Für mehr kapitalismuskritische Räume

Auch wenn der Aufbau unserer Zentren teilweise eine Flucht vor dem alltäglichen Wahnsinn von Arbeit, Nation und Kapital darstellt, wollen wir nicht im Szene-Sumpf steckenbleiben, sondern uns aktiv in gesellschaftliche Themen einmischen. Wir stehen einem extrem bedrohlichen ökonomischem System und einer hoffnungslos staatsfixierten Alltagskultur gegenüber.

Während die kapitalistische Krise erneut wütet und die Unterdrückten sich in vielen Ländern spektakulär dem autoritären Trend verwehren, ist es wichtig Plattformen zur Organisierung der sozialen Bewegungen mit allen Mitteln zu stärken und voranzutreiben.

Der stetige Angriff der JuZ-Initiativen und Hausbesetzer_innen auf Eigentum und Profitlogik ist auch Teil eines antikapitalistischen Kampfes. Wann, wenn nicht jetzt ist es an der Zeit, Räume für emanzipatorische Strömungen in dieser Gesellschaft einzufordern.

Im Rahmen der sogenannten Aufwertung der Städte setzen Verdrängungsmechanismen ein, wie sie durch die Profitlogik des Kapitalismus zwangsweise entstehen. Hierbei treten die Bedürfnisse der Menschen in den Hintergrund. Kämpfe um selbstbestimmte Strukturen sind deshalb immer eng verbunden mit den Wünschen der Menschen nach einem Leben ohne Zwang.

In vielen Städten ist es gelungen Initiativen aus dem gesamten wohnraum -und kulturpolitischen Spektrum miteinander zu vernetzen und politische Veränderung einzufordern. Diese Kämpfe bergen – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß – ein antikapitalistisches Potential, das wir ausbauen wollen um es wieder verstärkt zu einer Gefahr für das System und dessen Strukturen zu machen.

Für den Aufbau anderer Welten!
Hände weg von autonomen Räumen!

Neues Selbstverständnis + Filmeabend

Wir haben unser Selbstverständnis überarbeitet. Ihr findet es wie bisher hier.
Außerdem wird der Film – und Diskussionsabend am 25.4. (passend zur Demo am 28.4. in Freiburg) das Thema „Freiräume und Squats“ haben. Los gehts um 19:30 Uhr.

Freiraumdemo in Freiburg am 28.4.

Anlässlich des Geburtstages der Gartenstraße 19, ein seit 2 Jahren in der Freiburger Innenstadt besetztes Häuschen, auf Grund der Bedrohung vieler selbstbestimmter Räume und als Antwort auf die allgegenwärtige Repression gegen Freiraumbewegungen wird es am 28.4. um 14 Uhr ein Freiraumdemo in Freiburg geben, welche am Bertoldsbrunnen starten wird.
Hier gehts zum Aufruf.
Kommt alle! Bringt eure Freund*innen mit.
Zugtreffpunkt: 12:10 Uhr Lahr Bahnhof

Naziaufmarsch in Pforzheim

Am Donnerstag, den 23.2., wollen Nazis in Pforzheim aufmarschieren.
Wir werden gemeinsam mit dem Zug dort hin fahren, um uns dem Protest dagegen anzuschließen.
Uhrzeiten:
Treffpunkt: 14:50 Uhr Lahr Bahnhof, Abfahrt: 15:07 Uhr Gleis 2
in Pforzheim: Demonstration, 17:30 Uhr, Pfälzer Platz
Am Mittwoch (22.2.) werden wir ab 18 Uhr gemeinsam im Eleu basteln: Fahnen, Aufnäher,…
Weitere Infos zum Aufmarsch: http://alertapforzheim.blogsport.de/
Hier der Aufruf:

Seit 1994 findet jährlich am 23. Februar eine Fackelmahnwache auf dem Pforzheimer Wartberg statt. Unter Organisation des Neonazi-Vereins „Freundeskreis ein Herz für Deutschland“ wird hierbei der „deutschen Opfer“ des 2. Weltkriegs gedacht, die bei dem Luftangriff der Alliierten am 23. Februar 1945 ums Leben kamen. Damit findet mit 100-200 TeilnehmerInnen die größte regelmäßige faschistische Veranstaltung Baden-Württembergs statt.

Die Charakterisierung des Angriffs auf Pforzheim als „unnötiges Kriegsverbrechen“, von der regelmäßig in der Pforzheimer Öffentlichkeit zu hören ist, lässt maßgebliche historische Fakten, wie die NSDAP-Wähler, die 1933 über 50% der Pforzheimer Stimmen ausmachten oder die Beteiligung an der deutschen Rüstungsproduktion für einen von Deutschland ausgehenden Vernichtungskrieg außer Acht. Somit handelt es sich um bewusst eingesetzte Geschichtsverfälschung, die ebenso die Grundlage der „Trauerveranstältung“ der Neonazis ist. Dem gilt es ein Ende zu bereiten!

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Wir halten es für richtig und wichtig faschistischem Umtreiben entgegenzutreten, dennoch ist es für uns mit der alleinigen Kritik am Neonazismus nicht getan.
Ebenso sehen wir in, einem weit verbreiteten und in den letzten Jahren zuhnehmend modernisierten Nationalismus eine Ursache für das Auftreten einer rechtsradikalen Szene.

Das Gerede von den Pleite-Griechen, der Deutschland-Hype bei Fußball WM und EM, das Geschwätz von Überfremdung und „Für den Standort müssen wir den Gürtel enger schnallen“ und die neue deutsche Geschichtsschreibung, in der „wir“ Aufarbeitungsweltmeister sind, und in der Welt wieder etwas zu sagen haben sollten; all das ist für uns schon Nationalismus. Die Idee, dass „alle Deutschen“ zusammenhalten sollten, ist selbst für die meisten Deutschen zutiefst schädlich. Das Gemeinwohl, dass ihnen permanent in Aussicht gestellt wird, wird es in der kapitalistischen Gesellschaft sowieso nie geben. Sie, und in noch höherer Zahl „die Ausländer“, kommen in der Konkurrenz permanent schlecht weg.

Die Grenzen verlaufen zwischen oben und unten – nicht zwischen Nationen!

Deshalb rufen wir zu entschlossenem Protest auf:

Geschichtsverfälschung bekämpfen!
Nationalismus raus aus den Köpfen!

Neue regelmäßige Termine

Es gibt neue regelmäßige Termine im Eleu:

-Jeden letzten Mittwoch im Monat findet ab 19:30 unser Film- und Diskussionsabend statt

-Jeden zweiten Montag im Monat ist KüFa (Küche für alle= veganes Essen gegen Spende oder für umme) im Eleu. Essen gibts ca. um 20 Uhr.
Wer mit kochen will, bzw. Gemüse o.Ä. beisteuern will, kann aber auch gerne ab 17 Uhr kommen. Da wird dann geplant und gegebenenfalls eingekauft und ab ca. 18 Uhr gehts los mit kochen.

Und den Brunch am dritten Sonntag im Montag gibts natürlich auch noch.

Januarbrantsch

am kommenden sonntag (15.01.) ist wieder vegan brunchen im eleu angesagt.
ab 11 uhr gehts los. wir freuen uns auch über mitgebrachte vegane leckereien.

Brunchen im Dezember

Obwohl, oder gerade weil überall Advents – und Fröhlichsein-Stimmung herrscht, findet am 18.12. wieder der vegane Brunch im Eleu statt. Ab 11 Uhr mal wegkommen von kapitalistischem Weihnachtskonsumgedöhns. Bringt was mit, wenn ihr Lust dazu habt, muss auch nicht unbedingt Weihnachtsgebäck sein.

November Brunch

Er rückt näher: am Sonntag (20.11.) ab 11 Uhr heißt es wieder vegan brunchen im Eleu. Kommt vorbei und bringt was mit.

Bildungsstreik 17.11.

Es ist mal wieder an der Zeit: Bildungsstreik ist angesagt.
Am 17.11., im Rahmen der „Global Weeks of Action for Education“, findet ein bundesweiter Bildungsstreik statt.
Dazu wird es auch in Freiburg eine Demonstration geben, welche um 12 Uhr beginnt.
Ein Zug aus Lahr fährt um 11:18 Uhr.
Weitere Infos und Aufruf: http://www.usta-ph.de/

Auf nach Emmendingen – Naziaufmarsch verhindern

Da der Aufmarsch der Nazis nach Emmendingen verlegt wurde, werden wir am Samstag, den 22.10., gemeinsam dorthin fahren, um den Nazis, welche unter dem Motto „Gegen linke Gewalt – für den nationalen Sozialismus“ aufmarschieren wollen, klar zu machen, dass sie in Emmendingen und auch sonst wo nichts zu suchen haben. Kommt zum Zugtreffpunkt:
Sa. 22.10., 10 Uhr, Lahr Bahnhof
Bringt eure Freund*innen mit und achtet auf Ankündigungen: http://antifa-ortenau.tk/

Infos:
EA Nummer: 0761/4097251
Infotelefon: 0176/990 591 70
Karte: