Archiv der Kategorie 'allgemein'

Letzter Veganer Brunch 17.03.

Leider müssen wir Euch mitteilen, dass am 17.02.2013 der vorläufig
letzte vegane Brunch im Eleu stattfinden wird.

Nachdem es über zweieinhalb Jahre kontinuierlich jeden dritten Sonntag
im Monat einen veganen Brunch gab, werden wir nun diese Veranstaltung
einstellen.
Wir erachten politische Arbeit insbesondere in dörflichen und
kleinstädtischen Strukturen für überaus wichtig und blicken zufrieden
zurück auf die veganen Brunches in Lahr. Aber dennoch haben wir die
politische Arbeit in Lahr und insbesondere den veganen Brunch schon von
Anfang an als eine terminierte Angelegenheit gesehen und haben im Laufe
der Zeit eine starke Abwanderung erlebt.
Die wenigen verbliebenen Aktivist*innen haben im Moment aber einfach
nicht genug Zeit und Energie, um den veganen Brunch fortzuführen und
deshalb haben wir uns dazu entschieden diesen vorläufig zu beenden. Wir
werden uns aber immer an unzählige schöne Momente, die wir im laufe der
vergangenen zweieinhalb Jahre erlebt haben, erinnern und wir bedanken
uns herzlich bei all den tollen Menschen, die wir während dieser Zeit
kennen gelernt haben und die uns unterstützt haben.

In diesem Sinne: kommt ein letztes Mal zu einem tollen veganen Brunch
und feiert und schlemmt mit uns!
Auch auf diesem letzten Brunch wird es erneut unzählige vegane
Köstlichkeiten geben. Ihr seid herzlich dazu eingeladen selbst welche
mitzubringen, ihr könnt aber auch gerne eure Freund*innen, Eltern,
Großeltern, Kinder und Nachbar*innen mitbringen und lediglich den tollen
Brunch genießen!

Auf ein Wiedersehen am 17.3.13 im Eleu.

Hausdursuchung in Feiburg und anderswo

Am Mittwoch Morgen um Punkt 6 Uhr wurden zeitgleich zehn Wohnungen von Pressefotografen in Frankfurt, Berlin, NRW, Baden-Württemberg und Brandenburg durchsucht. Im Zusammenhang mit der Antikapitalismus-Demo am 31. März 2012 in Frankfurt wurden tausende Fotos per richterlichem Beschluss beschlagnahmt. Das stellt einen massiven Eingriff in die Pressefreiheit dar!1

Heute am 7.2 ist in Freiburg eine Kundgebbung am Bertoldsbrunnen

Sagts weiter und kommt alle denn es ist immer ein Angriff auf uns alle!

PS: am 16.2 ist in der KTS eine Cryptoparty die sich mit den Themen Computersciherheit und Verschlüsselung befassst

Freiraumdemo Frankfurt (Main)

Wir nehmen uns was wir brauchen – Selbstorganisierte Zentren verteidigen – Soziales Wohnen möglich machen

Aufruf zur Demnostration am 13.10.2012 in Frankfurt am Main, 15.oo Hbf

Wem gehört die Stadt?
Der neoliberale Umbau des öffentlichen Raumes der letzten 20 Jahre sorgt nicht zum ersten mal für Unmut. Nicht desto weniger hat das Thema nichts an seiner Brisanz verloren – bestimmt es doch ganz maßgeblich unseren Alltag.
Jüngste Ereignisse im Rhein-Main-Gebiet zeigen, dass Stadtpolitiken immer mehr unter unternehmerischen Gesichtspunkten arbeiten. Das bedeutet faktisch, dass die Gestaltung des öffentlichen Raumes immer weniger im Sinne eines – schon immer diffus konstruierten – „Allgemeinwohls“ von statten geht, sondern sich an einer lukrativeren Verwertung des öffentlichen Raumes orientiert. Das zeigt sich an der teils massiven Aufwertung verschiedener Stadtteile, die von einer Stadtplanung möglich gemacht und von privaten Investor_innen mit in die Tat umgesetzt wird. Für Geringverdiener_innen bedeutet dies konkret, dass sie sich die steigenden Mieten in der Innenstadt schlicht und ergreifend nicht mehr leisten können und kontinuierlich aus dem Stadtkern vertrieben werden.
Ganz klassisch zeigt sich hier, dass eben nicht alle Interessen gleichermaßen in einer kapitalistischen Politik berücksichtigt werden. Vor allem auch linke Kulturprojekte, die unter dem Anspruch arbeiten Alternativen zum kapitalistischen Normalbetrieb zu entwickeln, und entgegen verschiedener sozialer Zwänge und Konsumzwang sich zu betätigen suchen, sollen aus dem Stadtbild verdrängt werden. Hier wird nochmals deutlich, dass neoliberale Stadtpolitiken auf ökonomische Interessen, statt auf menschennahe Stadtgestaltung setzen:
Deshalb gehen wir am 13. Oktober auf die Strasse, um gemeinsam ein Zeichen gegen die sich verschärfende Situation im städtischen Raum zu setzen!

Stadt als sozialer Raum
Das sozialer Wohnungsbau unter diesen Entwicklungen leidet bzw. rückläufig ist, verwundert da nicht weiter. Beispielsweise ist doch der Umbau von Mietshäusern zu teilweise luxuriösen Eigentumswohnungen ein Prozess, welcher der Förderung sozialer Wohnbauprojekte und alternativer Wohnprojekte vorgezogen wird! Diese sogenannte „Aufwertung“ vermeintlicher Problemviertel und aus Sicht der Stadtpolitik unattraktiver Viertel, hat die Verdrängung von erschwinglichem Wohnraum im Allgemeinen aus dem Stadtkern zur Folge. Zum einen verstärkt dieser Prozess die Verdrängung von einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten aus dem Stadtkern in Richtung der Randbezirke.
Darüber hinaus finden sich auch alle anderen unliebsamen sozial marginalisierten Gruppen, die einem von der Stadt forcierten „sauberen“ und „attraktiven“ Stadtbild nicht entsprechen – seien es Obdachlose, Arbeitslose, Drogenuser_innen oder andere sozial Deklassierte – als Objekte einer repressiven Ordnungspolitik wieder. So lässt sich eine zunehmende Prekärisierung und soziale Ausgrenzung auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens beobachten.
Dies hat sich zum Beispiel in der aufgeheizten Debatte um das Occupy Camp in Frankfurt gezeigt, als mit dem Verweis auf „Sinti und Roma“ die vor der EZB campiert haben, eine medial aufbereitete, rassistische Hetze quer durch die Presselandschaft lief. Ein Ordnungsamt, dass mittlerweile zur Stadtpolizei aufgewertet wurde, und die kontinuierliche Aufrüstung der Polizei zeichnen ein deutliches Bild wie sich Stadtpolitik, nicht nur im Rhein-Main-Gebiet, derzeitig entwickelt.
Die sowieso schon Marginalisierten sollen unsichtbar gemacht werden! Eine Stadtpolitik, die soziale Problemlagen vor allem repressiv zu lösen gedenkt und in der ganzen BRD Schule macht.

Selbstverwaltete soziokulturelle Zentren
Gleichzeitig schreibt sich eine neoliberale Stadtpolitik den Ausbau eines Kulturbetriebes auf die Fahnen. Damit eine Stadt ökonomisch attraktiv ist, geht es auch immer um eine großangelegte „Kulturförderung“ im städtischen Raum. Das Verständnis, das die Stadt hierbei von Kultur hoch hält, sieht diese vor allem als Freizeitangebot, das konsumiert werden soll, an. Auch hier ist die Teilhabe am kulturellen Freizeitspaß an die eigene soziale Lage gebunden und alles was sich nicht unter den förderungswerten Begriff von Kulturproduktion fassen lässt, bleibt ohnehin Außen vor.
Deshalb überrascht es auch nicht dass linke selbstorganisierte Zentren verschiedenster Ausprägungen im gesamten Bundesgebiet, die mit einer Kulturproduktion, die sich vor allem an ihrer Verwertbarkeit für ökonomische und stadtpolitische Kriterien messen soll, nichts zu tun haben will, immer häufiger in Bedrängnis geraten und in vielen Fällen kurz vor dem Aus stehen. Beispiele hierfür gibt es deutschlandweit viele! Im Rhein-Main-Gebiet sind aktuell unter anderem einige Projekte davon betroffen: Das IVI (Insitut für vergleichende Irrelevanz – FFM) ist derzeitig akut von Räumung bedroht, dem Haus Mainusch (MZ) wurde zum Dezember diesen Jahres der Mietvertrag gekündigt und die OA7 (Obere Austraße 7 – MZ) wurde im Zuge der Räumung der Zerstörung durch ein stadtnahes Unternehmen überlassen.
Vor dem Hintergrund eines für uns unerträglichen kapitalistischen Alltags und den nicht tragbaren sozialen Verhältnissen, die vielfach von Zwängen durchzogen sind, ist es umso wichtiger Räume zu schaffen, die versuchen diesen Unzumutbarkeiten etwas entgegen zu setzen: Orte an denen Raum zum Experimentieren, Entwickeln und Nachdenken über andere soziale Verhältnisse und Lebenskonzepte möglich sind und werden, Orte an denen Kultur neu erfunden und unter sozialen Aspekten definiert wird, Orte an denen jede_r ungeachtet von sozialem Status und persönlicher Herkunft teilhaben kann, Orte an denen kein Platz für Diskriminierungen jeglicher Art ist, Orte die Rückzug von sozialen Zwängen möglich machen – in denen Utopien jenseits einer repressiven Ordnung der Dinge neu gedacht und erfahrbar gemacht werden können.

Deshalb rufen wir dazu auf die bedrohten linken Zentren und Projekte zu verteidigen und sich ganz pragmatisch das zu nehmen, was uns eine Politik nicht freiwillig geben wird!

Für die Schaffung und die Erhaltung von ein, zwei, drei – vielen besetzten Häusern und selbstverwalteten Zentren!

Ivi und Mainusch bleiben, eine Obere Austraße 7 gibt es überall!

Mobitext des Ivi

Veganer Brunch

es ist wiedermal so weit der 1. Vagane Brunch diese Schuljahr am Sonntag den 16.09.
Kommt alle bringt was mit wenn ihr wollt bis denne.

Hände weg von autonomen Räumen

Solidaritätserklärung der Was wir brauchen – Kampagne mit bedrohten Zentren im Rhein-Main Gebiet

Im Rhein-Main-Gebiet findet gerade ein Rundumschlag gegen Autonome Zentren, besetzte Häuser und alternative Wohnprojekte statt. Die anhaltenden Kämpfe um das im April 2010 besetzte AZ in Köln-Kalk, der Verkauf des besetzten „ IvI“ im Frankfurter Stadtteil Bockenheim und das JUZ in St Ingbert sind nun schon seit mehreren Monaten Thema. In den vergangenen Wochen gab es jedoch auch schlechte Neuigkeiten aus dem Haus Mainusch in Mainz und dem Autonomen Zentrum in Aachen. Die Angriffe auf antifaschistische Strukturen und Freiräume drohen überhand zu nehmen und werden zeitnah solidarische Interventionen und Mobilisierungen erfordern.

Sämtliche dieser Räume sollen in den nächsten Monaten – vermutlich ersatzlos – verschwinden. Verhandlungen mit Eigentümer_innen und Politik entpuppen sich meistens als Farce… Während in Baden-Württemberg Initiativen für neue Räume im Keim erstickt und bestehende Räume meist durch bürokratische Strategien eingeschränkt werden, bleiben geräumte Häuser und Plätze wie in Karlsruhe, Freiburg oder Heidelberg ohne Ersatz. In Hessen und im Rheinland könnte sich die Situation vergleichbar verschärfen, sollten die Androhungen von Staatsgewalt und InvestorInnen verwirklicht werden. Überall sollen Stadtteile um jeden Preis homogenisiert werden, da dies der Verwertungslogik am meisten entspricht. Auf der Strecke bleiben bezahlbarer Wohnraum, soziale Zentren und Gegenentwürfe.

Gentrificate – Now!

Die unaufhaltsam scheinenden Verdrängungsprozesse und Durchkapitalisierung der Städte nehmen ihren Lauf und treffen viele Milieus in der Gesellschaft. Der Standort wird zuungunsten prekarisierter und angreifbarer Bevölkerungsgruppen gestriegelt. Der unsolidarische Grundsatz unserer Krisen-geschüttelten Wirtschaftsweise spiegelt sich in Sachen Wohnraumpolitik unverkennbar wieder. Die Verhinderung antiautoritärer Räume, günstigem Wohnraumes und Zentren politischer Organisierung nehmen bei der Stadtentwicklung oftmals Schlüsselpositionen ein, egal ob in Zürich, Dijon, Berlin oder Schopfheim. Es sollen keine „Schmutzflecken“ übrig bleiben, die die saubere, transparente, kontrollierbare und überwachte „sichere Stadt“ von Morgen in Frage stellen könnten.

Die vermeintlichen ökologischen und soziale Ziele der neuen Stadtentwicklung erweisen sich beim genaueren Hinschauen als Lug und Trug. So konnte das Super-Vorzeige-Öko-Bonzenviertel „Vauban“ in Freiburg nur auf Kosten von zahlreichen Wagenplatz-Räumungen, der Verdrängung des Autonomen Zentrums KTS und der Zerstörung dutzender brauchbarer Häuser vollzogen werden. Soziale Bindung eines großen Anteils der Wohnungen laufen nach und nach aus und hopps – die Gentrification ist gerichtet.

Allein, machen sie dich ein, lachen sie dich aus, werfen sie dich raus.

Die großen Jahre linksradikaler Politik, in denen autonome Räume in teils spektakulärer Manier erkämpft wurden, sind zweifelsohne vorbei. Für uns hat sich jedoch nichts geändert, an der Notwendigkeit der Verteidigung verbleibender und dem Aufbau neuer solcher Räume. Wo sonst sollen wir uns der Kontrolle und Einfluss von Parteien und Staat entziehen und Widerstand organisieren, gegen Krise, Krieg und Nazis?

Das Haus Mainusch, das AZ Aachen, das IvI Frankfurt, das JUZ St Ingbert und das AZ in Köln, so unterschiedlich die Ansätze dieser Häuser auch sein mögen, sind Räume der Kapitalismuskritik und Herde kleiner und großer Aufstände. Wir wollen der Vereinzelung und Dogmatisierung entgegenwirken und uns überregional für den Ausbau dieser Strukturen einsetzen.

Wozu der ganze Stress?

Sicher, unsere Häuser und Plätze können auch zu Sümpfen werden. Sie leben immer von den Beteiligten und gehen durch vielfältige Widersprüche und interne Querelen. Der Anspruch herrschaftskritisch, unkommerziell, diskriminierungsfrei und zu einer Gefahr für das System zu werden, kann, wenn überhaupt, nur teilweise erreicht werden. Doch was wären diese Städte und Käffer ohne JUZ und Wagenplatz?

AZs gehören zu den wenigen Räumen in denen diskriminierendes Verhalten durch Macker_innen, Sexist_innen, Rassist_innen und so weiter aufgezeigt und angegriffen wird. An vielen Orten bieten sie Schutz vor Nazis und Bullen, die Ideale, die die Aktiven dieser Häuser zu verwirklichen versuchen, sind ein kleiner Schimmer Hoffnung in dieser Scheißwelt.

Gemeinsam in eine antikapitalistische Zukunft!

Nur die politische Auseinandersetzung kann zum Erhalt und Ausbau selbstbestimmter, linksradikaler Räume führen. So ist im aktuellen Streit um die Reutlinger Zelle, um das Cafe Irrlicht in Schopfheim, dem Wagenplatz SiG in Freiburg und das Art-Can-Robert in Rastatt eine solidarische und überregionale Vernetzung und Unterstützung aufgebaut worden. Diese Vernetzung wollen wir über Baden-Württemberg hinaus ausbauen, um der Verteidigung bedrohter Projekte gemeinsam etwas entgegenzusetzen.

In Köln, Reutlingen oder St Ingbert herrschen sehr unterschiedliche Bedürfnisse und Verhältnisse vor. Wenn wir uns auf gemeinsame Kämpfe gegen die jeweiligen Behörden und Eigentümer_innen einlassen, ist eine Intensivierung der Auseinandersetzung mit diesen Verhältnissen schon im Vorfeld von Nöten. Die Bedrohung einiger Projekte ist so akut, dass wir glauben, diesen Prozess beschleunigen zu müssen.

Wir rufen Aktive und Sympathisant_innen der Häuser AZ Köln, Mainusch, AZ Aachen, JUZ St.Igb. und IvI zur Beteiligung an einer gemeinsamen Offensive für die Verteidigung und den Aufbau selbstbestimmter Räume auf.

Wir trauen keiner auf Hierarchien und Profit ausgelegten Politik und werden unsere kulturellen und Lebensräume gegen diese Politik verteidigen. Wir glauben an ein selbstbestimmtes Leben und an ein Ende der Unterdrückung durch Bürokratie, Kapital, Parteien, Staatsgewalt und Militär. Diese politischen Gegner_innen gehören immer und überall bekämpft.

Wir rufen alle linksradikalen Projekte und Gruppen dazu auf bedrohte Räume auf ihre Art und mit Geschick zu verteidigen. Beteiligt euch an den Kämpfen um Freiräume in der Region und darüber hinaus.

Der Kampf beginnt auf’s neue!
Mit Autonomen Zentren gegen Nazis, Staat und Kapital!

Solidarität mit:

- Haus Mainusch Mainz
- Autonomes Zentrum Aachen
- Autonomes Zentrum Köln
- IvI Ffm
- JUZ St Ingbert

Eleu-Brunch wird 2 – Jubiläumsbrunch

Seit 2 Jahren gibt es nun den allmonatlichen, veganen Brunch im Eleu in Lahr.
Für uns ein Grund zum feiern!
Mit Kuchen, Salat und Pizza.
Mit veganer Mayo, Falafel und Torte.
Mit Kaffee, Cola und Tee.
Kommt vorbei, bringt eure Freund*innen, Kinder, Großeltern, Nachbar*innen… und vegane Leckereien mit und feiert mit uns!


Jubiläumsbrunch

Wie immer am dritten Sonntag im Monat.
15.7.12
ab 11 Uhr
Eleu Lahr, Kaiserstr. 80

Freiraumdemo Reutlingen Mobivideo

Zugtreffpunkte

Zur Nachttanzdemo gegen den Katholikentag am 19.5. in Mannheim und zur Freiraumdemo in Reutlingen am 26.5. wird es gemeinsame Zugtreffpunkte mit Gruppen aus Freiburg geben.

Nachttanzdemo:

19.5. 15:30 Uhr Lahr Bahnhof (Abfahrt 15:42 Gleis 2)

Freimraumdemo:
26.5. 11:30 Uhr Lahr Bahnhof (Abfahrt 11:40 Gleis 2)

http://kulturschock-zelle.de/demo/

PM: Abschiebung aus Seelbach

Im Oktober 2010 wurden vier Mitglieder der sechsköpfigen Familie Tatari – Vater, Mutter und die beiden jüngsten Kinder (beide in Deutschland geboren) – aus Seelbach bei Lahr in den Kosovo abgeschoben, nachdem sie bereits 18 Jahre in Deutschland gelebt hatten. Die beiden älteren Kinder durften in Deutschland bleiben, die Familie wurde auseinander gerissen. Der abgeschobene Sohn Erson konnte mittlerweile wieder nach Deutschland zurückkehren.

Nachdem im Januar 2012 bei Florije Tatari – der Mutter – ein lebensgefährliches Herzleiden diagnostiziert wurde, welches im Kosovo nicht behandelt werden kann, erwirkte der Unterstützer*innenkreis ihre Rückkehr nach Lahr für die Dauer der Behandlung, welche vom Herzzentrum Lahr durchgeführt und bezahlt wird. Sobald diese abgeschlossen ist, muss Florije Tatari wieder in den Kosovo zurückkehren.
Dort sind die Lebensumstände jedoch katastrophal. Thomas Marwein vom Unterstützer*innenkreis der Familie Tatari beschreibt die Situation wie folgt: „Das ärmste Land in Europa verzeichnet eine Arbeitslosenquote von 50 Prozent, die Regierung ist korrupt und die soziale Diskriminierung ist dort erschreckend präsent.“
So wie die Tataris gelten alle Abgeschobenen im Kosovo als Außenseiter und sind Opfer von Diskriminierung und Übergriffen.

Abschiebungen sind jedoch leider keine Ausnahme. Einmal in Monat finden vom Baden-Airpark aus Abschiebungen statt.
Eine Konferenz der Innenminister ebnete im Dezember 2009 rund 15.000 Abschiebung in den Kosovo den Weg. So wurden beispielsweise in den Nächten des 25.04.2012 und des 30.04.2012 mehrere Menschen aus Freiburg in den Kosovo abgeschoben.
Migrant*innen mit unsicherem Aufenthaltsstatus sind in Deutschland einer Vielzahl diskriminierender Auflagen ausgesetzt. So dürfen diese ihren Landkreis nicht verlassen, müssen in überfüllten Migrant*innenheimen und von einem sehr geringen monatlichen Taschengeld leben. Des weiteren ist die medizinische Versorgung nicht gewährleistet und die Hürden eine Arbeitsstelle zu erhalten sind nahezu unüberwindbar.

Abschiebungen und diskriminierende Asylgesetze lösen keine Probleme. Die einzige Perspektive für die Abgeschobenen ist es erneut illegal nach Europa einzuwandern.
Wir fordern Bleiberecht für Florije Tatari!
Wer bleiben will, soll bleiben!

ASJ Eleu­

Quellen und weitere Infos:
http://www.badische-zeitung.de/seelbach/florije-tatari-soll-bleiben
http://www.badische-zeitung.de/seelbach/abschiebung-trennt-familie--37083601.html
www.aktionbleiberecht.de
www.rasthaus-freiburg.org